Die letzten beiden Tage haben ich auf dem
OSMB-Kongress in Nürnberg verbracht. Es war
das Treffen der Open-Source-Branche in Europa. Viele Branchengrößen wie Jaspersoft, Novell, Openbravo, Pentaho, RedHat und SugarCRM, aber auch klassische Software-Anbieter wie Microsoft, Oracle, HP oder IBM hielten Vorträge, sprachen über ihre Open-Source-Strategien und stellten sich den Fragen des Publikums. Letztere konnten sehr innovativ per SMS (anonym) aus dem Publikum gestellt werden und wurden für alle sichtbar auf die Leinwand projeziert, was zu erfrischend kritischen Diskussionen führte.
Ich persönlich habe viel Neues gelernt und konnte mehrere interessante Kontakte knüpfen bzw. bestehende vertiefen. Allein der Erfahrungsaustausch mit anderen Open-Source-Anbietern direkt nach den Präsentationen, in den Pausen und beim (vorzüglichen) Mittagessen machten für mich der Besuch des OSMB-Kongresses lohnenswert (abgesehen davon, dass AGNITAS auch Partner und Sponsor war).
Einzig bei einigen Keynotes gab es noch Schwächen, weil der ein oder andere Sprecher diese mit einer Firmen- oder Produktpräsentation verwechselte. Dafür gab es wiederum Vorträge (wie z.B. der von Java-Mitgründerin Kim Polese), die so anbieterneutral und visionär waren, dass sie einer Keynote würdig gewesen wären.
Mein Fazit zum OSMB-Kongress: Die Open-Source-Branche ist erwachsen geworden. Die Diskussion bestimmten weniger Glaubenskriege um die richtige Entwicklungsplattform, die beste Programmiersprache oder das eleganteste Framework, als (auf Anbieterseite) wie sich mit Open-Source-Software konkret Geld verdienen lässt und (auf Nutzerseite) welche operativen Vorteile die Open-Source-Produkte gegenüber ihren proprietären Wettbewerbern bieten.
Zur Zeit befinde ich mich auf dem Open-Source-Kongress OSCON in Portland/USA, dem Mekka der Open-Source-Szene, und wie bereits versprochen, werde ich von hier berichten. Während Montag und Dienstag nur einige halbtägige Tutorials stattgefunden haben, i
Aufgenommen: Jul 24, 01:00