Kevin Kelly, Mitbegründer des US-Kultmagazins
Wired, hat in seinem Blog unter dem Titel
"Better Than Free" einen ausgezeichneten Artikel verfasst, in dem er sich ausführlich Gedanken dazu macht, wie man in Zeiten des Internets mit digitalen Produkten noch Geld verdienen kann.
Während Kelly bei digitalen Produkten in erster Linie an redaktionelle Beiträge, Musikstücke und Filme zu denken scheint, sind seine Gedanken auch für Open Source sehr interessant. Kelly listet folgende acht nicht-kopierbare Eigenschaften auf, die er "Generatives" nennt, und aus denen sich Produkte und Services rund um digitale Produkte ableiten lassen:
- Unmittelbare Verfügbarkeit (Immediacy)
- Maßgeschneiderte Personalisierung (Personalization)
- Auslegung und Auswertung (Interpretation)
- Echtheit und Rechtsgültigkeit (Authenticity)
- Zugänglichkeit (Accessibility)
- Darstellung und Gestaltung (Embodiment)
- Gönnerschaft und Unterstützung (Patronage)
- Auffindbarkeit (Findability)
Beim Lesen dieser Liste (und den Erläuterungen in Kellys Artikel) lassen sich sofort Dienstleistungen wie automatische Updates, maßgeschneiderte Dokumentation, Gewährleistung, Hosting oder individualisierte Benutzeroberflächen ableiten. Und mit etwas mehr Nachdenken kann die Liste sicherlich noch zu weiteren Premium-Services inspirieren.
Kelly betont übrigens, dass er Werbung bewusst
nicht auf diese Liste aufgenommen hat, weil er Werbung nicht als langfristige Lösung sieht, um digitale Produkte zu refinanzieren. Das sehe ich genauso, denn der Werbekuchen kann gar nicht so schnell wachsen wie die Services aus dem Boden sprießen, deren Finanzierungsmodell auf Werbung basiert.
In meinem Beitrag Geld verdienen mit Open Source vom August des letzten Jahres habe ich eine Liste von Vorschlägen zusammengestellt, wie sich mit Open-Source-Software Geld verdienen lässt. Diese Liste habe ich übrigens immer dann, wenn ich auf einen neuen
Aufgenommen: Jun 02, 08:55