Mittwoch, 5. November 2008Applikationen integrieren mit Open Source
Vor einem guten Jahr habe ich Ihnen mit Jitterbit eine Open-Source-Lösung für die Integration von (Open-Source-)Applikationen vorgestellt. Während Jitterbit eine US-Entwicklung ist, existiert mit Talend Open Studio eine Open-Source-Alternative zu Jitterbit, die ihren Ursprung in Frankreich hat. Und spätestens mit der Version 3.0, die vor einigen Tagen vorgestellt wurde, hat Talend Open Studio Jitterbit hinsichtlich der Funktionalität überholt. Daher und dank reichlich Venture Capital für allerhand Marketing-Aktivitäten gewinnt Talend Open Studio in Europa derzeit rasant an Verbreitung.
Talend Open Studio ist ein leistungsfähiges ETL-Tool (Extract, Transfer, Load), wird in Java entwickelt und setzt auf Eclipse auf, so dass die prinzipielle Bedienung vielen Entwicklern bereits bekannt sein dürfte. Standardmäßig erzeugt Talend Open Studio im Backend Java-Code, optional ist aber auch Perl möglich. Talend Open Studio bietet zahlreiche Features wie Iteratoren, Lookups/Joins, Filter, Trigger, String-Manipulationen sowie reguläre Ausdrücke und verarbeitet eine Vielzahl von Formaten - darunter nicht nur Standardformate wie CSV oder XML, sondern auch Applikations-spezifische Formate wie Excel, SugarCRM, SAP und diverse Datenbankformate. All diese Formate werden über modulare Connectoren gelesen und geschrieben. Die Dokumentation zur Software ist umfangreich, professionell gestaltet und aktuell - was man bei Open-Source-Software nicht unbedingt erwarten kann. Die Installation erfolgt Eclipse-typisch durch Entpacken der Download-Datei in das gewünschte Verzeichnis. Anschließend empfiehlt es sich noch, ein Desktop-Symbol für die Startdatei des Open Studio anzulegen (die richtige Datei für Ihr Betriebssystem erschließt sich aus den Dateinamen). Beim ersten Start muss nur noch ein Repository definiert und ein neues Projekt erzeugt werden - fertig! Talend Open Studio bietet gegenüber der Entwicklung von individuellen Skripten folgende Vorteile:
Ebenfalls etwas störend ist die Größe der Software, die auch auf die Nutzung von Eclipse als Plattform zurückzuführen ist. So hat der Download des Prorammcodes einen Umfang von etwa 300 MByte! Als Folge aus der Mächtigkeit des Codes ist auch die Performance manchmal etwas schleppend. Der Client, auf dem mit Open Studio Projekte bearbeitet werden, sollte daher mit reichlich Arbeitsspeicher und CPU-Power ausgestattet sein (mindestens 2 GByte RAM und 2 GHz Dual Core). Trackbacks
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Die Registrierung bezieht sich auf die Dokumentation und Whitepappers. Nicht auf die Software selbst!
Anzumerken ist, das andere Unternehmen für die Dokumentation Geld sehen wollen. Ich finde daher die Preisgabe von Informationen eine besser Alternative. cua. Martin Lange |
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